IsolationWatch: Selbsttötung in einem Berner Asylcamp

Folgende Infos haben wir vom Migrant Solidarity Network erhalten:
„Wir trauern um P.S.Am 3. Mai nahm sich ein junger Mensch in einem Asylcamp im Kanton Bern das Leben. Zuvor hatte er von den schweizer Behörden erfahren, dass sie kein Bleiberecht erteilen und ihn bei Gelegenheit gewaltvoll in die Ukraine verschleppen wollen. Gemäss unseren Informationen hat P.S. seinen Geburtstag als Todestag gewählt. Der Tod von P. S.  macht uns betroffen. Die Umstände, die es leichter machen, den Tod dem Leben vorzuziehen, machen uns wütend.
Wer seine Heimat verlassen muss, kennt die Verzweiflung. Wer – nach einer oft lebensgefährlichen Reise – im Asylcamp leben muss, kennt die Verzweiflung. Wer von Behörden die Drohung erhält, gegen den eigenen Willen gewaltvoll abgeschoben zu werden, kennt die Verzweiflung. Diese Verzweiflung kann auch tödlich enden. Wir alle wissen das und wir alle wissen, dass Seblsttötung unter diesen Umständen auch mit diesen Umständen zu tun hat. Kein Vergessen!“

antira-Wochenschau: Feuer und Steine gegen Geflüchtete, drohender Faschoputsch in Brasilien, Befreiung und Zorn am 8. Mai

Bild: In Nordgriechenland steckten Menschen ein Hotel in Brand, damit darin keine (flüchtenden) Migrant*innen einziehen können

Podcast der Antira-Wochenschau

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Nachgefragt: Bezahlen Basel, Bern und Luzern während Corona finanzielle Nothilfe an Sans-Papiers?

Wegen Corona kündigten zahlreiche Firmen und Haushalte ihren angestellten Sans-Papiers fristlos. Ohne das geringe Einkommen gerieten viele Sans-Papiers direkt in eine finanzielle Notlage. In der Stadt Zürich wurde eine Art Lösung für diese Situation gefunden. Das städtische Sozialdepartement bezahlt für die betroffenen Sans-Papiers eine finanzielle Nothilfe. Bzw. leitet sie Geld an die Zürcher Anlaufstelle für Sans-Papiers, die es dann direkt an die Sans-Papiers weiterleitet. Es handelt sich dabei nicht um einen einmaligen Betrag, sondern um Geld «in dem Umfang, den es jetzt braucht», sagt das Sozialdepartement gegenüber den Medien. Laut Studien leben in der Stadt Zürich 20000 Sans-Papiers.

antira.org hat in den Städten Basel, Bern und Luzern nachgefragt, wie es dort mit der staatlichen Unterstützung vom Sans-Papiers in Corona-Not aussieht. Hier Ihre Antworten auf unsere Fragen.

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