Mediawatch: Alexander Busch, bitte kein neoliberales Hoch auf Bolsonaro

Alexander Busch von der NZZ rät Bolsonaro zu Austeritätspolitik. Am 11. September 1973 putschte sich in Chile Pinochet an die Staatsmacht. Es folgten x-tausend Morde, Verschleppungen und Folter von missliebigen Personen. Dazu errichtete Pinochet ein neoliberales Laissez-faire Wirtschaftsregime, das grosse Teile der chilenischen Bevölkerung verarmen liess und die chilenischen Staatsbetriebe an ausländische Grosskonzerne verscherbelte. Das fanden damals die westlichen bürgerlichen Medien ganz ganz toll.
Wenn Alexander Busch diese Woche in der NZZ über Bolsonaros erste 100 Tage als Präsident Brasiliens schreibt, sind die Parallelen nicht zu übersehen. Da heisst es zwar schon Bolsonaro sei „umstritten“ aber am wichtigsten von allem seien nun Privatisierungen: „Nur mit einer Rentenreform, Privatisierungen und starken Einschnitten kann die Regierung das Anwachsen des Haushaltsdefizits stoppen“. Wichtig für die Beurteilung von Präsident*innen ist also für die NZZ nicht, ob diese vorhaben, Oppositionelle, Schwule und Strassenkinder töten zu lassen, sondern ob sie wohl brav den neoliberalen Staatsabbau vorantreiben, obwohl es kein einziges Beispiel gibt, wo den Menschen, die nicht eh suppereich sind, ein solches Vorgehen was gebracht hat.

antira-Wochenschau: 7 Bundesräte gegen Atomwaffenverbot, 7 000 Hungerstreikende gegen Isolation, 50 000 Fundamentalist*innen gegen Rassismusstrafnorm

Ein Bild der Foto-Aktion, mit der Schweizer Sinti und Roma klarstellen, dass der Begriff „Zigeuner“ nicht mehr benutzt werden soll.
Widerständiger Rückblick auf eine Woche voller Rassismus. 

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Veranstaltung: Die Bundesasyllager sind da. Wie weiter mit dem anarchistischen Widerstand?

Samstag 13. April 2019 | 10:30-17:00 (mit z’Mittag) | Infothek Furia | Fabrikool | Fabrikstrasse 16 | Bern

In den letzten Jahren haben viele gegen die Bundesasyllager Widerstand geleistet. Nun sind sie da. Am 13. April wollen wir uns Zeit nehmen, um einen Blick auf den anarchistischen Widerstand gegen die Bundesasyllager zu werfen.
Wir wollen auf vergangene Aktionen und Strategien in den verschiedenen Landesregionen zurückblicken, uns mit der aktuellen Umsetzung der Lagerpolitik auseinandersetzen und nach vorne schauen, um verschiedene Widerstandsstrategien zu diskutieren.

Mediawatch: Melanie Pfändler, bitte mehr migrantische statt faschistische Stimmen und Lebensrealitäten

Die Journalistin Melanie Pfändler berichtete im gestrigen Echo der Zeit über den Wahlerfolg der rechtsextremen Vox in Andalusien. Mit Blick auf El Ejido, benennt sie im Beitrag den Frust über das Bevölkerungswachstum, die Migration und soziale Ungleichheit als Ursachen für den lokalen Erfolg der Vox. Warum die rechtsradikale Partei Vox in Spanien immer mächtiger wird, ist eine wichtige Frage, enttäuschend jedoch wer im Beitrag zu Wort kommt und wie Migrant*innen darin erscheinen. „Mediawatch: Melanie Pfändler, bitte mehr migrantische statt faschistische Stimmen und Lebensrealitäten“ weiterlesen