Flucht und Zahlen

22. Juni 2018

UNHCR-Bericht ‘Forced Displacement 2017’: Jede*r 110. Mensch ist auf der Flucht. 2017 flüchteten 68.5 Millionen Menschen. So viel wie nie zuvor – drei Millionen mehr als im Vorjahr. Basierend auf den Daten der UNHCR zeigt sich: Nur jede 7. flüchtende Person sucht in den Ländern des globalen Nordens Schutz: 80% der Flüchtenden bleiben in den fast durchwegs armen Nachbarsländern: Die Türkei blieb mit 3,5 Millionen aufgenommenen Flüchtenden (hauptsächlich Syrer*innen), nach absoluten Zahlen das weltweit grösste Aufnahmeland. Relativ zur eigenen Bevölkerung hat der Libanon die meisten Geflüchteten aufgenommen. Es sind gerade einmal zehn Länder, die fast zwei Drittel aller Geflüchteten weltweit aufgenommen haben.

In der Schweiz und der EU hingegen sind die Asylanträge in diesem Jahr zurückgegangen. Unter den Flüchtenden seien mehr als die Hälfte – 52 Prozent – minderjährig, oft handelt es sich um Kinder, die von ihren Familien getrennt wurden. Kriege und Konflikte waren weiterhin die Hauptursachen für Vertreibung und Flucht, sichtbare Fortschritte in Richtung Frieden gab es selten.

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