Die Schweiz und ihre Geschichte(n)

Die Schweizer Nationalgeschichte belegt, auf wie viel Gewalt und Unterdrückung sich Nationen gründen. Weshalb es wichtig ist, sich das ganze mal anzusehen:
Es wurden innere Machtkämpfe um die nationale Führung brutal geführt. Um ein Beispiel zu nennen: 1847 wurden mit dem Sonderbundskrieg die Machtkämpfe in der neuen Schweiz blutig ausgetragen.

Was bedeutet „unsere“ Humanität?

„Unsere“ westlichen Staaten brüsten sich damit, für die Menschen zu sein. Warum sollten sie auch gegen Menschen sein? Immerhin ist das ihr lebendes Material auf dem sie ihre Macht aufbauen und für den Reichtum einspannen. Und wer dafür nicht nützlich ist, der ist verloren. Das erfahren gerade die Flüchtlinge am eigenen Leib.

Demokratiekritik
: Volk und Herrschaft auf dem Prüfstand

Demokratie gilt hierzulande als Höchstwert. Wenn Entscheide demokratisch getroffen werden – oder von Leuten die demokratisch gewählt wurden – dann gehen sie nach allgemeiner Auffassung in Ordnung, unabhängig von ihrem Inhalt. Durchgesetzt hat sich in der westlichen Welt ein Demokratie-Idealismus, der Demokratie über alle Kritik erhebt.
Diesen guten Ruf geniesst die Demokratie (altgr. Volksherrschaft) nicht nur in bürgerlichen Kreisen, sondern sowohl bei linken Systemkritiker_innen, die im Einzelnen von Volk und Herrschaft nicht viel halten; als auch bei Linken, die die Diktatur des Proletariats(!) zu- mindest übergangsweise für eine notwendige Sache halten.
Wer also Demokratie kritisiert steht nicht nur alleine auf weiter Flur, sondern sofort im Verdacht, ihr angebliches Gegenteil zu wollen: Unterdrückung, Diktatur. In diesem Text wollen wir uns nichtsdestotrotz etwas an der Demokratie abarbeiten und einige Fakten festhalten, die den guten Glauben an die Herrschaft des Volkes hoffentlich etwas erschüttern mögen:

K(l)assensturz: Die Schweiz im Härtetest!

Am Nationalfeiertag wird die Schweiz unhinterfragt gefeiert – unabhängig davon, was man gerade von ihr hat. Doch wenigstens einmal im Jahr wäre es angebracht, nicht nur die Versicherung, sondern auch die eigene Nation auf den Prüfstand zu stellen: Was gibt es eigentlich am 1. August zu feiern? Was bringt uns die Nation? Viele Schweizer*innen verbinden mit „ihrer“ Nation den hohen Wohlstand. Also schauen wir uns das an: Was haben wir in diesem Jahr überhaupt von unserem
Wohlstand?

Watch The Swiss Connections

Das euroafrikanische Projekt „Watch The Med-Alarmphone“ ist mit einer Telefonschicht und den Regionalgruppen Bern, Zürich und Basel auch in der Schweiz aktiv. Dabei geht es nicht einfach um ein rein humanitäres Anliegen, sondern explizit um ein politisches Projekt, das radikale Kritik an der europäischen repressiven Flüchtlings- und Migrationspolitik übt. Auch in der Schweiz. Denn obwohl die Schweiz nicht am Mittelmeer liegt, spielt auch sie in der europäischen Flüchtlingsabwehr eine nicht unwichtige Rolle.

Starke Protestbewegung von Asylsuchenden in Genf: No Bunkers!

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Am Montagmittag, 15. Juni 2015, formierte sich im Innenhof des Asylzentrums „Foyer des Tattes“ (GE) Widerstand von Bewohnern gegen die Transfers in unterirdische Zivilschutzanlagen. Eine Gruppe von über 30 Flüchtlingen stand am Eingang zum Büro des Direktors und skandierte lautstark „Directeur au Bunker!“