Solidarite sans Frontiers solidarisiert sich mit Acunbay

Solidaritätsschreiben zur Freilassung von Muzaffer Acunbay – Solidarité sans Frontières

Muzaffer Acunbay lebte 10 Jahre lang als politischer Flüchtling in der Schweiz. Vergangenen Sommer wollte er in Griechenland Ferien machen. Er erkundigte sich bei den zuständigen Schweizer Behörden, ob ein internationaler Haftbefehl gegen ihn vorliege. Die Schweizer Behörden erklärten Acunbay, dass sie seinen Namen nicht sehen können. Acunbay reiste nach Griechenland. Er wurde dort im Juli von den griechischen Behörden aufgrund eines internationalen Haftbefehls der Türkei festgenommen. Er soll an die Türkei ausgeliefert werden wo ihm lebenslange Haft droht.

Drohende Ausschaffung des anerkannten Flüchtling Muzaffer Acunbay

FREIHEIT FÜR MUZAFFER ACUNBAY

Muzaffer Acunbay war im Oktober 2003 in die Schweiz eingereist und hat einen Asylantrag gestellt. Seit Juni 2004 ist er politisch anerkannter Flüchtling und lebt in Zürich.
Im Sommer 2014 wollte Acunbay in Griechenland Ferien machen. Zuvor erkundigter er sich beim Bundesamt für Polizei (Fedpol), ob gegen ihn ein internationaler Haftbefehl vorliege. Das zuständige Amt erklärte ihm schriftlich, dass gegen ihn kein internationaler Haftbefehl ausgeschrieben sei. Trotzdem wurde Acunbay im Juli in Griechenland aufgrund eines internationalen Haftbefehls der Türkei festgenommen. Diesen Haftbefehl hatte die türkische Regierung aus politischen Gründen verhängt. Die griechischen richterlichen Behörden entschieden am 7. November 2014, dass Acunbay an die Türkei ausgeliefert werden soll.

Montag war schon immer scheisse!

In Deutschland marschieren jeden Montag tausende RassistInnen der PEGIDA auf. Nun plant PEGIDA Schweiz einen Aufmarsch am 16.2.2015. Ein Kommentar von Berta Nixvolx:

Mit PEGIDA Schweiz formiert sich eine Bewegung, die die altbekannte Hetze gegen MigrantInnen mit dem wachsenden antimuslimischen Rassismus verknüpft. Zum einen unterstützt PEGIDA Schweiz die Hetze der SVP und schiesst gegen das Völkerrecht und vermeintlich ‚kriminelle Ausländer‘. Zum anderen fantasieren sie eine vermeintlich Islamisierung der Gesellschaft herbei und fordern ein Burkaverbot. Kein Wunder sympathisieren SVP-Politiker öffentlich mit der Gruppe.

Dies kommt heraus, wenn eine Punk-Band die SVP-Forderungen fertig denkt

Die SVP fällt immer wieder mit aggressiven Forderungen auf. Dies hat die Zuger Punkt Band «die Cadizier» zum Anlass genommen, eine fiktive Plakatkampagne für die SVP zu erstellen. Deren Inhalt: Die rechtspopulistischen Forderungen wurden zugespitzt und fertig gedacht. So ist beispielsweise zu lesen: «Volksgericht statt Justiz», «Vermummungsverbot für Chirurgen», weil die Jugend nur Geld frisst: «Ja zur Jugend Ausschaffung», «Schluss mit Kultur! Künstler ausschaffen». Ebenfalls ein Thema auf den Plakaten: Die Abschaffung der Schulpflicht, «Bildung – die Geissel der Bevölkerung».

Kampagne gegen Rassismus und Nationalismus

Momentan findet eine grössere Kampagne gegen Rassismus und Nationalismus statt. Mit der Kampagne soll erklärt werden, was Nationalismus ist und wie er wirkt, wem er nützt und wem er schadet.

Die Auftaktdemo zur Kampagne wird am Samstag, dem 04. Oktober 2014, um 16:00 Uhr bei der Heiliggeistkirche starten. Weitere Infos werden laufend auf dieser Homepage veröffentlicht. Continue reading

No Lager Rundgang

Spaziergang zum Thema Repression gegen Geflüchtete, rund um die Ausschaffungsanlagen beim Bässlergut

Bblackboxxx und das Bleiberecht-Kollektiv Basel führten am 12. Dezember einem Rundgang um die Anlagen des Empfangszentrum und des Ausschaffungsgefängnisses beim Bässlergut durch. Die Einladung richtete sich an alle, die mehr erfahren wollen über die Kontroll- und Herabsetzungsmechanismen dieser beiden Institutionen – und was das alles mit einer diskriminierenden Asylpolitik zu tun hat, die auf Abschreckung und Geschäftemachen ausgerichtet ist. Da die vom Bund geplanten schweizweiten Bundeszentren ähnlich funktionieren werden wie das Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) und das Bundestestzentrum in Zürich, konnten sich die rund 30 Teilnehmenden einen Eindruck davon verschaffen, was auf den grössten Teil der Geflüchteten zukommt, wenn die Bundeslager überall im Land eröffnet werden.

ak-Sonderbeilage: Debatte um antirassistische Politik und nicht diskriminierende Sprache

Beischreibung der Verfassenden:

In den letzten Jahren ist mehrmals heftig über Antirassismus und politisch korrekte Sprache gestritten worden. Ein theoretisches Konzept, das in dieser Debatte eine große Rolle spielt, ist die kritische Weißseinsforschung oder »Critical Whiteness«. Auch in ak wurde die Frage, wie produktiv diese Konzepte für den Kampf gegen Rassismus sind und ob eine nicht diskriminierende Sprache möglich ist, kontrovers diskutiert. Mit dem Sonderheft wollen wir die bisherigen ak-Beiträge noch einmal gesammelt zugängig machen, um Material für eine sachliche und solidarische Auseinandersetzung zur Verfügung zu stellen.

ak-Sonderbeilage: Debatte um antirassistische Politik und nicht diskriminierende Sprache