Blinde Massnahmen

Abgewiesene Asylsuchende müssen das Land verlassen, so steht’s auf dem Papier. Wer nicht geht, ist selber schuld und hat damit alle seine Rechte verwirkt, so scheinen es das Sozialamt und die Migrationsbehörden zu sehen und drehen die Schraube zu, bis die Betroffenen gebrochen sind. Wofür? Die Massnahmen gegen abgewiesene Asylsuchende, die im Kanton Zürich zurzeit Schritt für Schritt eingeführt werden, sind zweifach blind. Blind für die entstehende menschliche Not der Betroffenen und blind für ihre Sinnlosigkeit. Abgewiesene Asylsuchende sind nicht hier, weil es ihnen hier so gut gefällt. Sie können oft nicht gehen. Es fehlen die Papiere, die Perspektiven, das Geld. „Blinde Massnahmen“ weiterlesen

Die Schweiz als Avantgarde des europäischen Rechtspopulismus

Die Schweiz ist seit Jahrzehnten die Avantgarde des Rechtspopulismus in Europa. Nirgendwo sonst haben fremdenfeindliche Parteien mit populistischen Parolen gegen die „Elite“ eine so lange Tradition wie in der Alpenrepublik. Und nirgendwo sonst waren sie so erfolgreich.

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Von Unterwasser bis Bern – reaktionären Strukturen entgegentreten!

Überlassen wir die Strasse weder den Nazis noch der SVP! Auf die
Strasse gegen den SVP-Aufmarsch im Februar 2017!
Gefunden auf https://www.facebook.com/Gemeinsam-gegen-rechte-Hetze-829002407221959/?fref=ts

Am 15. Oktober 2016 nahmen über 5000 Faschist_innen aus ganz Europa in
Unterwasser (SG) an einem Rechtsrock-Konzert teil. Am Treffen feierten
sich die Nazis selbst und rekrutierten neue Mitglieder für ihre
Strukturen. Die im Zuge des Anlasses erwirtschafteten finanziellen
Mittel dienen der faschistischen Szene dazu, ihre Aktivitäten zu
finanzieren. Selten waren die Neonazis so aktiv wie dieses Jahr.
Brandanschläge, Aufmärsche und Übergriffe gegen Linke, Migrant_innen
und Homosexuelle gehören in Deutschland zur Tagesordnung. Geht es nach
den Faschos soll die Schweiz da nachziehen. In der politischen
Grosswetterlage der Schweiz fühlen sich Rechtsradikale in ihrem
menschenverachtenden Gedankengut bestärkt. Die SVP mit ihren
beträchtlichen finanziellen Mitteln ebnet den Weg für Rassismus,
Nationalismus und ein reaktionäres Klima. So ist es auch nicht
verwunderlich, dass die Partei keinen Laut von sich gibt, wenn sich
tausende von Neonazis im Toggenburg zum Stelldichein versammeln. Die
SVP als stärkste nationalistische und rassistische Kraft will sich im
Februar 2017 in Bern zu einer Grossdemonstration versammeln
(Bewilligung eingereicht aber noch nicht erteilt). Mit dabei sein
werden dann wie immer bei Aufmärschen der SVP auch Faschist_innen, die
am „Rocktoberfest“ in Unterwasser zugegen waren. Wir werden nicht
zuschauen, wie die reaktionären Kräfte sich selbst feiern. In der
aktuellen Krise des globalen Kapitalismus ist es wichtig, die Strasse
nicht den Faschos und Rechtspopulisten zu überlassen, sondern
Widerstand zu leisten und eine eine revolutionäre Perspektive
aufzuzeigen. Eine Perspektive auf eine Gesellschaft ohne Ausbeutung
und Unterdrückung! Sofern der SVP für ihren im Februar 2017 geplanten
Aufmarsch eine Bewilligung erteilt wird, fordern wir alle dazu auf
nach Bern zu kommen und sich gemeinsam der rechten Hetze dem braunen
Pöbel entgegenzustellen!

Antifa Zürich im Oktober 2016