Mediawatch: Alexander Busch, bitte kein neoliberales Hoch auf Bolsonaro

Alexander Busch von der NZZ rät Bolsonaro zu Austeritätspolitik. Am 11. September 1973 putschte sich in Chile Pinochet an die Staatsmacht. Es folgten x-tausend Morde, Verschleppungen und Folter von missliebigen Personen. Dazu errichtete Pinochet ein neoliberales Laissez-faire Wirtschaftsregime, das grosse Teile der chilenischen Bevölkerung verarmen liess und die chilenischen Staatsbetriebe an ausländische Grosskonzerne verscherbelte. Das fanden damals die westlichen bürgerlichen Medien ganz ganz toll.
Wenn Alexander Busch diese Woche in der NZZ über Bolsonaros erste 100 Tage als Präsident Brasiliens schreibt, sind die Parallelen nicht zu übersehen. Da heisst es zwar schon Bolsonaro sei „umstritten“ aber am wichtigsten von allem seien nun Privatisierungen: „Nur mit einer Rentenreform, Privatisierungen und starken Einschnitten kann die Regierung das Anwachsen des Haushaltsdefizits stoppen“. Wichtig für die Beurteilung von Präsident*innen ist also für die NZZ nicht, ob diese vorhaben, Oppositionelle, Schwule und Strassenkinder töten zu lassen, sondern ob sie wohl brav den neoliberalen Staatsabbau vorantreiben, obwohl es kein einziges Beispiel gibt, wo den Menschen, die nicht eh suppereich sind, ein solches Vorgehen was gebracht hat.

Mediawatch: Melanie Pfändler, bitte mehr migrantische statt faschistische Stimmen und Lebensrealitäten

Die Journalistin Melanie Pfändler berichtete im gestrigen Echo der Zeit über den Wahlerfolg der rechtsextremen Vox in Andalusien. Mit Blick auf El Ejido, benennt sie im Beitrag den Frust über das Bevölkerungswachstum, die Migration und soziale Ungleichheit als Ursachen für den lokalen Erfolg der Vox. Warum die rechtsradikale Partei Vox in Spanien immer mächtiger wird, ist eine wichtige Frage, enttäuschend jedoch wer im Beitrag zu Wort kommt und wie Migrant*innen darin erscheinen. „Mediawatch: Melanie Pfändler, bitte mehr migrantische statt faschistische Stimmen und Lebensrealitäten“ weiterlesen