Der Genfer Staat krebst zurück: Ende der erweiterten Erpressung durch Nothilfe

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Das collectif Perce-frontières hat einen Bericht über den erfolgreichen Widerstand gegen einen Versuch des Genfer Staates geschrieben, Geflüchtete noch stärker zu drangsalieren. Wir haben ihn übersetzt.

Das neue Genfer Verfahren zur Erlangung von Not-„hilfe“ wurde gestoppt. Sie zwang abgelehnte Asylsuchende, sich auf den Polizeiposten des Genfer Flughafens zu begeben, um weiterhin Nothilfe zu bekommen. Zur gleichen Polizei, die sie danach ausschaffen wird, meistens mit Gewalt, gefesselt und geknebelt im Flugzeug. Auch wenn die abgelehnten Asylsuchenden seit dem 2. Juli nicht mehr für einen Stempel zum SARA (Service d’asile et de rapatriement de l’aéroport) gehen müssen um Not“hilfe“ zu bekommen, erleiden sie weiterhin Gewalt durch feindselige Funktionäre des OCPM (Office cantonal de la population et des migrations) und leben mit der ständigen Angst, von der Polizei während ihrer obligatorischen Besuche in den Räumlichkeiten des OCPM eingeknastet zu werden. Der Kampf geht weiter!

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POUR UN VÉRITABLE ACCUEIL DES RÉFUGIÉ.E.S

Genève: samedi 10 octobre; 13h; Place Neuve; manifestation
Alors que des millions de personnes fuient la répression, la misère et la guerre et que les pays aux portes de l’Europe ne parviennent plus à accueillir dignement ces réfugié.e.s, il est nécessaire de réaffirmer notre solidarité en exigeant que la Suisse fasse de sérieux efforts pour offrir son aide. Nous ne pouvons pas nous contenter de rester spectateurs.trices de cette détresse humaine et continuer de cautionner une politique d’asile suisse restrictive et mortifère. Ensemble, nous devons exiger que la Suisse ouvre ses frontières et accueille les migrant-e-s, d’où qu’ils et elles viennent et quelle que soit la violence qu’ils et elles fuient (politique ou économique), dans des conditions dignes !

Appel - 10 oct - Foule STOP medium

No Bunker: in Genf geht der Protest weiter

Seit dem 15. Juni 2015 protestieren in Genf mehrere Duzend Asylsuchende gegen ihren Umzug aus oberirdischen in unterirdische Zentren. Zusammen mit unterstützenden Gruppen besetzten sie bis zum 2. Juli das Kulturzentrum Grütli. Das Kollektiv No Bunkers wurde gegründet und setzt seinen Protest bis heute fort, nun vom Gemeindesaal Faubourg aus. Die Hauptforderungen sind das Ende des Umzugs in unterirdische Bunker, die Schliessung aller als Asylunterkunft genutzten unterirdischen Bunker und eine menschenwürdige Unterbringung für alle MigrantInnen.

No Bunkers – Manifest des Besetzerkollektivs des Grütli in Genf

NO BUNKERS – MANIFEST DES BESETZERKOLLEKTIVS DES GRÜTLI (GE)

Seit über sechs Monaten wird in Genf gegen die unmenschliche Unterbringung von Asylsuchenden in Zivilschutzanlagen und anderen Lagern gekämpft. Trotz dieser Mobilisierung beharrt der Regierungsrat darauf, Migrant*innen unterirdisch unterzubringen und hat beschlossen, diese Politik noch zu intensivieren, indem er drei zusätzliche Bunker eröffnete.

Solidarität mit den protestierenden Asylsuchenden in Genf

manifestation-20-06-15

Am Montag, 15. Juni 2015 widersetzten sich die Bewohner im „Foyer des   Tattes“, einem oberirdischen Asylzentrum in Vernier (GE), gegen den
verordneten Transfer in unterirdische Zivilschutzanlagen. Laut dem Brief, den die mehrheitlich alleinstehenden Asylsuchenden erhielten, sollen sie syrischen Familien, die bald einreisen werden, Platz machen. Somit werden Flüchtlinge in verschiedene Gruppen kategorisiert und gegeneinander ausgespielt. Die Betroffenen, die zum Teil seit Jahren im „Foyer des Tattes“ leben, weigern sich, in die ihnen neu zugeteilten Unterkünfte zu gehen. Sie empfinden es als menschenunwürdig und nicht erträglich, auf unbestimmte Zeit unterirdisch untergebracht zu werden.

Protest im Foyer des Tattes in Genf – No Bunkers

Asylsuchende besetzen das Kunsthaus Grütli in Genf

Die Asylsuchenden des Zentrums les Tattes in Vernier (GE) protestieren seit heute Mittag gegen ihre Verlegung in unterirdische Bunker. Sie weigern sich unterirdisch untergebracht zu werden und wehren sich gegen die unmenschliche Behandlung, der sie ausgesetzt wurden. Solidarische Personen schlossen sich dem Protest im Innenhof des Zentrums an, wo die Asylsuchenden entschlossen und friedlich protestierten, bis die Polizei mit einem unverhältnismässigen Aufgebot intervenierte. Eine spontane Demonstration formierte sich und zog lautstark Richtung Innenstadt bis zum Kunsthaus Grütli, das nun von 200 Personen besetzt wird. Die Asylsuchenden verbringen die Nacht dort und sind entschlossen, den Kampf um ihr Recht auf ein menschenwürdiges Leben weiter zu führen.

Die Forderungen der Asylsuchenden sind:
1) Stopp und sofortige Annulation aller Transfers der Asylsuchenden in unterirdische Bunker;
2) Keine Unterbringungen in unterirdische Bunker;
3) Menschenwürdige Unterkünfte für die Flüchtlinge mit F-Ausweis, die zur Zeit im Zentrum les Tattes beherbergt werden;
4) Menschenwürdige Beherbergung aller Asylsuchenden.