Starke Protestbewegung von Asylsuchenden in Genf: No Bunkers!

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Am Montagmittag, 15. Juni 2015, formierte sich im Innenhof des Asylzentrums „Foyer des Tattes“ (GE) Widerstand von Bewohnern gegen die Transfers in unterirdische Zivilschutzanlagen. Eine Gruppe von über 30 Flüchtlingen stand am Eingang zum Büro des Direktors und skandierte lautstark „Directeur au Bunker!“

No Bunkers – Manifest des Besetzerkollektivs des Grütli in Genf

NO BUNKERS – MANIFEST DES BESETZERKOLLEKTIVS DES GRÜTLI (GE)

Seit über sechs Monaten wird in Genf gegen die unmenschliche Unterbringung von Asylsuchenden in Zivilschutzanlagen und anderen Lagern gekämpft. Trotz dieser Mobilisierung beharrt der Regierungsrat darauf, Migrant*innen unterirdisch unterzubringen und hat beschlossen, diese Politik noch zu intensivieren, indem er drei zusätzliche Bunker eröffnete.

Solidarität mit den protestierenden Asylsuchenden in Genf

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Am Montag, 15. Juni 2015 widersetzten sich die Bewohner im „Foyer des   Tattes“, einem oberirdischen Asylzentrum in Vernier (GE), gegen den
verordneten Transfer in unterirdische Zivilschutzanlagen. Laut dem Brief, den die mehrheitlich alleinstehenden Asylsuchenden erhielten, sollen sie syrischen Familien, die bald einreisen werden, Platz machen. Somit werden Flüchtlinge in verschiedene Gruppen kategorisiert und gegeneinander ausgespielt. Die Betroffenen, die zum Teil seit Jahren im „Foyer des Tattes“ leben, weigern sich, in die ihnen neu zugeteilten Unterkünfte zu gehen. Sie empfinden es als menschenunwürdig und nicht erträglich, auf unbestimmte Zeit unterirdisch untergebracht zu werden.