Medienspiegel 21. Dezember 2023

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+++BERN
derbund.ch 21.12.2023

Forum Sumiswald: Prügelei im Asylzentrum

Vor knapp zwei Wochen kam es in der Kollektivunterkunft zu Ausschreitungen. Die Streitenden wurden getrennt, Ruhe herrscht aber noch nicht.

Jasmin Jaun

Rund 130 Asylsuchende, vorwiegend aus Afghanistan, Syrien und der Türkei: Seit Februar dieses Jahres wird ein Teil des Forums Sumiswald als Unterkunft für Geflüchtete genutzt. Betreut werden die Bewohnerinnen und Bewohner von der ORS (Organisation for Refugees).

Das Projekt sei gut angelaufen, sagt Martin Friedli (EDU), der Gemeindepräsident von Sumiswald. Nun aber löst ein nächtlicher Vorfall Kritik aus.

Ein Konflikt eskaliert

In der Nacht auf den 10. Dezember spitzte sich ein Streit zwischen afghanischen und kurdischen Bewohnern zu. Dabei blieb es nicht bei Beleidigungen: Bald gingen die beiden Gruppen aufeinander los – erst mit Fäusten, dann mit Mülltonnen. Auf beiden Seiten gab es Verletzte mit gebrochenen Nasen oder Händen, mehrere Personen mussten per Krankenwagen abgeholt werden.

Das erzählt jedenfalls M., ein Kurde, der bis vor kurzem selbst in Sumiswald untergebracht und an besagtem Abend vor Ort war. Letzte Woche meldete er sich auf der Redaktion dieser Zeitung und schilderte den Vorfall.

Es sei zu tätlichen Auseinandersetzungen unter Bewohnenden gekommen, bestätigt Lutz Hahn, Leiter Kommunikation der ORS, in einer Stellungnahme. Was genau geschehen sei, sei zurzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

Ging es um ein Mädchen?

Über längere Zeit hätten er und seine Familie in der Unterkunft Belästigung erfahren und beobachtet, erzählt M. weiter. Insbesondere ein 18-jähriges Mädchen sei bedrängt worden – im Bus, im Dorf und auf Social Media. Sie hätten das Mädchen verteidigt, erklärt er. Zuletzt auch mit Gewalt.

Die Polizei wurde laut dem Zeugen nach den Ausschreitungen zwar alarmiert, sie habe ihm und seinen Freunden aber nicht richtig zugehört und von einer Anzeige abgeraten.

Bisher äusserte sich Kantonspolizei Bern nicht zum Fall. Auch die Aussagen von M. sind nicht überprüfbar. Sein Standpunkt jedoch ist deutlich: Er kritisiert Polizei und ORS und sagt, sie hätten zu wenig Hilfe geleistet.

Konflikte gehören dazu

«Wo Menschen mit verschiedenen Hintergründen und belastenden Erfahrungen zusammenkommen, kann es immer wieder zu Konfliktsituationen kommen», schreibt Lutz Hahn von der ORS über den Vorfall.

Gundekar Giebel, Kommunikationschef der Bernischen Integrationsdirektion, bestätigt diese Aussage. Im exakt gleichen Wortlaut. Bereits alltägliche Dinge wie Kochen oder Waschen könnten Streit auslösen, ergänzt er.

In schwierigen Situationen soll das Personal Unterstützung bieten; laut Hahn sind in Sumiswald tagsüber stets mehrere ausgebildete Betreuungspersonen im Haus. In der Nacht werde die Belegschaft dann auf eine Person reduziert.

Die Angestellten würden im Bereich Konfliktmanagement entsprechend geschult und könnten die meisten Konflikte selbst lösen, so Lutz weiter. «Verstärkung ist jederzeit abrufbar. Im Fall einer Eskalation wird unmittelbar die Polizei alarmiert.»

Bisher ohne Polizei

Dies sei der erste Zwischenfall mit Polizeieinsatz gewesen, sagt derweil der Sumiswalder Gemeindepräsident Friedli. «Das Ereignis ist klar ein Einzelfall.» Meinungsverschiedenheiten im Forum gebe es ab und zu, sagt er. Meist bleibe es bei verbalen Auseinandersetzungen. «Nichts Gefährliches.»

Die Menschen aus der Unterkunft integrierten sich erstaunlich schnell, erklärt Martin Friedli. «Wir haben viele Familien, die bald eine eigene Wohnung finden. Einige Kinder besuchen schon nach einem halben Jahr die Regelschule.»

Verlegung nach Langnau

Zurück zur unruhigen Nacht vom 10. Dezember: Sofort nach den Ausschreitungen sei das nächtliche Betreuungspersonal aufgestockt worden, erklärt Lutz Hahn. Nun würden die Geschehnisse von ORS, Kanton und Polizei aufgearbeitet.

Um die angespannte Situation zu entschärfen, wurden die am Konflikt beteiligten Kurden gleich nach dem Vorfall nach Langnau verlegt. Die dortige Kollektivunterkunft auf der Bäregg wird ebenfalls von der ORS betrieben.

Auch der Zeuge M. und seine Freunde sind nun dort untergebracht. Nach einigen Tagen im Provisorium seien ihnen ihre persönlichen Gegenstände vorbeigebracht worden. Mit im Gepäck: Hausverbot für das Forum Sumiswald.

Damit ist der Konflikt für sie aber noch lange nicht bereinigt. Sie hätten sich einen Anwalt genommen und wollen nun gegen die Belästiger vorgehen, erzählt M. Darüber hinaus kritisiert er die unhygienischen Zustände in den Unterkünften Sumiswald und Langnau.

Die ORS als Betreiberin der Asylheime weist derweil die Anschuldigung von sich. Sie halte die Auflagen ein, heisst es in der Stellungnahme. «Die Unterkunft wird dreimal täglich gereinigt.»

Auch der Sumiswalder Gemeindepräsident ist zufrieden mit der ORS: «Grundsätzlich erfüllt sie ihren Auftrag. Sonst würde ich es erfahren.»
(https://www.bernerzeitung.ch/forum-sumiswald-pruegelei-im-asylzentrum-892128806790)


+++AARGAU
Laufenburg: Kanton eröffnet unterirdische Asyl-Unterkunft
Im Aargau gibt es bereits unterirdische Notunterkünfte für Flüchtlinge in Aarau, Muri, Birmenstorf und Lenzburg. Im Februar kommt nun noch eine Unterkunft in Laufenburg dazu. Diese kann bis zu 150 Personen aufnehmen, Familien mit Kindern. Für die Betreuung ist die Securitas zuständig.
https://www.srf.ch/audio/regionaljournal-aargau-solothurn/laufenburg-kanton-eroeffnet-unterirdische-asyl-unterkunft?id=12510141
-> https://www.ag.ch/de/aktuell/medien/medienmitteilungen?mm=notunterkunft-in-der-gops-laufenburg-wird-in-der-ersten-februarhaelfte-2024-in-betrieb-genommen-c482338f-4d70-44bf-bbad-816a68d3467e_de
-> https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/kanton-aargau-eroeffnet-weitere-notunterkunft-ld.2558766
-> https://www.srf.ch/audio/regionaljournal-aargau-solothurn/elfenbeinturm-so-reagiert-der-kanton-auf-kritik-aus-subingen?id=12510417 (ab 05:47)
-> https://www.argoviatoday.ch/aargau-solothurn/fricktal/im-februar-wird-die-5-asylunterkunft-im-aargau-in-betrieb-genommen-155812105


+++ZUG
luzernerzeitung.ch 21.12.2023

1000 neue Plätze für Asylsuchende: Im Interview sagt Regierungsrat Andreas Hostettler, wie er das erreichen will

Der Zuger Direktor des Innern spricht über die angespannte Asylsituation im Kanton – und über seine Pläne, zusätzliche Unterkünfte zu realisieren.

Interview: Rahel Hug

Andreas Hostettler, die Zahl der Asylsuchenden im Kanton Zug ist so hoch wie noch nie, es gibt neue Kriege und Konfliktherde. Sind Sie besorgt?

Die kantonalen Strukturen stossen an ihre Grenzen und das gilt auch für den Bund. Es braucht sehr grosse Anstrengungen, um alle Personen des Asyl- und Flüchtlingsbereichs unterzubringen und zu betreuen. Es stellt sich auch die Frage, wie lange die Bevölkerung sich solidarisch zeigt. Insofern: Ja, ich bin besorgt.

Der Kanton Zug hat kürzlich ein Notfallszenario für den Asylbereich vorbereitet. Die Flüchtlinge sollen im Untergrund unterkommen, wenn die Zahlen weiter steigen. Wie weit entfernt sind wir aktuell von diesem Szenario?

Momentan verfügen wir noch über rund 160 freie Plätze im regulären Asyl- und Flüchtlingsbereich. Die Nutzung von unterirdischen Unterkünften gilt als letztes Mittel und soll nur eine vorübergehende Massnahme sein.

Wenn also die Zuweisungen weiterhin so hoch bleiben, müssen im Frühling oder Sommer die unterirdischen Unterkünfte geöffnet werden?

Prognosen sind sehr schwierig, die Situation ist volatil. Im Herbst und zum Jahresende gibt es tendenziell mehr Zuweisungen, da die Flüchtlinge in den wärmeren Monaten über das Meer nach Europa kommen. Dann stellen sie beim Bund ein Asylgesuch und werden rund drei Monate später den Kantonen zugewiesen. Weil wir diesen Zyklus kennen, rechnen wir wieder mit abnehmenden Zahlen. Ich hoffe nicht, dass das Szenario Realität werden wird, aber wir sind näher daran als auch schon.

In einer Zivilschutzanlage wohnen zu müssen, ist trostlos. Wie wird eine sinnvolle Tagesstruktur gewährleistet?

Ich bin überhaupt nicht begeistert von unterirdischen Unterkünften. Durch die engen Platzverhältnisse gibt es mehr Reibereien, das liegt auf der Hand. Es braucht eine Tagesstruktur auch ausserhalb der Unterkunft. Sollte unsere Notfallplanung tatsächlich umgesetzt werden, wird der Kanton in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und Organisationen Angebote bereitstellen. Wir möchten zudem keine Familien unterirdisch unterbringen.

Die Zentralschweizer Kantone haben sich im Sommer geschlossen dagegen ausgesprochen, dem Bund Zivilschutzanlagen zur Verfügung zu stellen. Dies, nachdem der Ständerat den Bau von Containerdörfern als Reservelösung abgelehnt hatte. Weshalb?

Die Zivilschutzanlagen, also jene im Werkhof in Cham und bei der Schluecht, sind unsere Reserven für den Notfall. Wo sollen wir denn Notfallplätze schaffen, wenn diese bereits besetzt sind? Wir haben klargemacht, dass wir damit nicht einverstanden sind. Zumal der Bund uns jetzt schon mehr Personen zuweist, die immer noch auf einen Asylentscheid warten.

In der Durchgangsstation in Steinhausen mangelt es an Platz, sie wird demnächst um- und ausgebaut. Wo können die Menschen während der Bauzeit wohnen?

Ursprünglich war das alte Kantonsspital dafür vorgesehen. Aufgrund der vielen Zuweisungen fehlt uns jedoch dafür der Platz. Wir arbeiten an einer Lösung. Langfristig gehe ich davon aus, dass die 150 Plätze plus eine Schwankungsreserve von 100 Plätzen in Steinhausen ausreichen werden.

Es herrscht überall Fachkräftemangel. Kann die zuständige Abteilung die steigende Zahl an Asylsuchenden personell überhaupt bewältigen?

Neben der Bereitstellung von Unterkünften ist das die grösste Herausforderung, die sich uns stellt. Der Fachkräftemangel macht sich vor allem bei der Ausrichtung der gesetzlichen Sozialhilfe bemerkbar. Es gibt Richtlinien, die eingehalten werden müssen. Neben dem Fachwissen sind Durchsetzungskraft und Fingerspitzengefühl gefragt. Das ist anspruchsvoll und braucht Erfahrung. Viele arbeiten zudem in Jahresverträgen mit nachteiligen Konditionen gegenüber Festangestellten. Bei den Sozialen Diensten Asyl sind aktuell fünf Stellen offen.

Der Mangel an Personal wird sich mit den zunehmenden Asylzahlen noch verschärfen. Wie sehen Ihre Lösungsansätze aus?

Wir machen uns Gedanken, wie wir Leute selber ausbilden oder externe Fachleute gewinnen können. Den Betrieb der Sennhütte, wo die minderjährigen Asylsuchenden untergebracht sind, haben wir an die Caritas ausgelagert. Nur haben Organisationen wie die Caritas dasselbe Problem. Letztlich müssen wir uns wohl auch eingestehen, dass wir die hohen Standards vielleicht nicht immer einhalten können. Hier braucht es aus meiner Sicht ein Umdenken und mehr einfache, pragmatische Lösungen. Das System hat seine Grenzen.

Das gilt auch für die Schulen, besonders seit Beginn des Krieges in der Ukraine …

Hier haben die Bildungsdirektion und die gemeindlichen Schulen tolle Arbeit geleistet. Schulen mit wenigen ukrainischen Kindern haben diese in Regelklassen integriert, bei vielen Schülerinnen und Schülern wurden spezielle Auffangklassen gebildet. Den Schulen und Lehrpersonen möchte ich ein Kränzchen winden für die solidarische Grundhaltung und unkomplizierte Hilfe untereinander. Das gilt auch für die Zivilgesellschaft, die sich in Vereinen oder Pfarreien organisiert und beteiligt. Das Engagement der Freiwilligen ist beeindruckend.

Aktuell bereitet sich eine Arbeitsgruppe auf wiederum 50 bis 80 zusätzliche Schülerinnen und Schüler vor. Was ist genau geplant?

Im Bereich der Primarschulen sollen zeitnah zwei neue Integrationsklassen gebildet werden. Zudem soll im September 2024 eine Integrationsklasse auf Sekundarstufe 1 in Menzingen eröffnet werden.

Stichwort Unterkünfte. Sie wollen langfristig 1000 neue Plätze schaffen. Im Herbst wurden erste Gespräche mit den Gemeinden über Standorte geführt. Mit Erfolg?

Alle Gemeinden haben mögliche Standorte gemeldet, es folgen nun weitere Gespräche. Wir wollen den Prozess bis Mitte nächsten Jahres abschliessen. Mein Ziel ist es, zusammen mit den Gemeinden einen Plan zu definieren, in welcher Reihenfolge und auf welchen Grundstücken Unterkünfte gebaut werden können.

Ist es überhaupt realistisch, so viele zusätzliche Plätze zu schaffen? Die Wohnungsnot ist akut, bei Neubauten sind Einsprachen vorprogrammiert …

Unser Fokus liegt nicht mehr auf kleineren Unterkünften oder bestehenden Wohnungen. Wir wollen grosse Unterkünfte mit Platz für 100 Personen oder mehr realisieren. Wir wollen der Bevölkerung nichts «wegnehmen», dafür setze ich mich ein. So habe ich auch angeordnet, dass zum Beispiel keine Turnhallen belegt werden sollen. Der Modulbau in der Lorzenallmend, wo 275 Personen aus der Ukraine untergebracht sind, ist dafür ein gelungenes Beispiel. Ich möchte bis Mitte nächsten Jahres zumindest einen Plan, ein Konzept haben. Mir ist bewusst, dass das ganze Verfahren jeweils Zeit benötigt.

Sie haben zu Beginn das Thema Solidarität angesprochen. Wie beurteilen Sie die Stimmung in der Bevölkerung?

Bei den Flüchtlingen aus der Ukraine funktioniert es sehr gut, auch dank der Verwandten und Bekannten, die die Menschen aufgenommen haben. Generell ist die Problematik, dass sehr viele Menschen kommen und die Zahlen weiter steigen, präsent in der Bevölkerung. Ich kann die Sorgen, die sich daraus ergeben, nachvollziehen. Das haben auch die letzten Wahlen gezeigt.

Die «Rundschau» hat kürzlich über Asylsuchende aus Nordafrika berichtet, die in verschiedenen Kantonen auf Diebestour gehen. Gibt es auch in Zug Probleme mit kriminellen Asylsuchenden?

Eine aktive Minderheit von abgewiesenen Asylsuchenden aus den Maghrebstaaten ist nachts in der ganzen Schweiz unterwegs. Delikte, vor allem Diebstähle, sind zunehmend. Die Personen wohnen in Bundesasylzentren, also nicht im Kanton Zug. Trotzdem kann auch hier ein Anstieg der Delikte festgestellt werden. Die Polizei beobachtet die Situation genau. Die Täter sind in den allermeisten Fällen Personen aus anderen Kantonen.

Mit welchem Gefühl blicken Sie in die Zukunft?

Wir rechnen mit einem weiteren Anstieg der Zuweisungen, aber es wird auch künftig Schwankungen geben. Zudem sind wir abhängig vom Ausland. Es spielt immer eine Rolle, was beispielsweise die Regierungen in Deutschland oder Italien machen. Das wirkt sich direkt auf die Schweiz aus. Die Situation wird sicher nicht einfacher. Und das sage ich im Wissen darum, dass hinter jeder Flucht ein persönliches Schicksal steckt. Ich verstehe jeden, der ein besseres Leben möchte. Aber unsere Strukturen haben Grenzen, die Ressourcen sind beschränkt. Die Solidarität darf nicht überstrapaziert werden.



Zahl der Asylsuchenden in Zug so hoch wie nie

Aktuell leben 855 Personen aus dem S-Bereich, dabei handelt es sich um Geflüchtete aus der Ukraine, im Kanton Zug. Davon sind 291 privat untergebracht, zum Beispiel bei Gastfamilien. Im restlichen Asylbereich sind es 1490 Personen. Im Oktober und November hat der Kanton durch den Bund 59 Personen mit dem Status S zugewiesen bekommen. Im regulären Asylbereich waren es in den zwei Monaten 55 Zuweisungen. 269 Personen mit Ausweis N leben momentan im Kanton Zug. Hierbei handelt es sich um Menschen, die auf einen definitiven Asylentscheid warten. Zurzeit ist der Kanton Zug für 18 unbegleitete minderjährige Asylsuchende zuständig, die vor allem aus Afghanistan stammen. Die Gesamtzahl an Personen aus dem Asylbereich war noch nie so hoch wie jetzt. (rh)
(https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/zug/asylwesen-1000-neue-plaetze-fuer-asylsuchende-im-interview-sagt-regierungsrat-andreas-hostettler-wie-er-das-erreichen-will-ld.2557619)


+++SCHWEIZ
Sammeltag Glückskette: Unterstützung für UMAs in der Schweiz – Schweiz Aktuell
Unter dem Motto «Bildung für alle» sammelt die Glückskette 2023 Geld für Bildungsprojekte. Was die Unterstützung für unbegleitete Minderjährige im Asylverfahren bewirken kann, zeigt das Lern- und Begegnungszentrum in St.Gallen.
https://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktuell/video/sammeltag-glueckskette-unterstuetzung-fuer-umas-in-der-schweiz?urn=urn:srf:video:ef0609f3-44a2-46cb-9585-4c1834548788


+++EUROPA
Frontalangriff gegen Fluchthilfe
Ein neues Gesetzespaket aus Brüssel kriminalisiert Beihilfe zu »Schleusungen«
Mit zwei neuen Gesetzen will die EU-Kommission verstärkt gegen »Schleuser« vorgehen. Die Vorschläge gefährden NGO’s sowie die Geflüchteten selbst. Vor 2025 wird das Paket wohl nicht verabschiedet.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1178690.eu-kommission-frontalangriff-gegen-fluchthilfe.html


Was taugt der neue EU-Migrationspakt? – Echo der Zeit
Während die einen den Asylkompromiss der EU begrüssen, stösst er bei anderen auf Widerstand. Scharfe Kritik kommt von Hilfsorganisationen. Sie sprechen von menschenfeindlichen Regeln. Migrationsexperte Stefan Schlegel erklärt im Echo-Gespräch, was der neue EU-Migrationspakt taugt.
https://www.srf.ch/audio/echo-der-zeit/was-taugt-der-neue-eu-migrationspakt?partId=12510381
-> https://www.nd-aktuell.de/artikel/1178655.geas-reform-des-eu-asylsystems-stacheldraht-statt-menschenrechte.html


Migrationsforscher EU-Asylreform „für die akuten Probleme keine Erleichterung“
Das neue gemeinsame Asylsystem der EU-Staaten wird den Druck auf Kommunen vorerst nicht entlasten, meint Soziologe Ruud Koopmans. Noch fehlten Abkommen mit Drittstaaten. Ohne diese gelinge die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber nicht.
https://www.deutschlandfunk.de/interview-mit-ruud-koopmans-migrationsforscher-am-wissenschaftszentrum-berlin-dlf-53472472-102.html


+++SEXWORK
Benachteiligung im Sexgewerbe – Der Finanzmarkt diskriminiert Sexarbeiterinnen
Sexarbeit ist in der Schweiz legal. Trotzdem: Viele Betriebe und Sexarbeiterinnen können keine Versicherungen und Bankkonten abschliessen.
https://www.srf.ch/news/wirtschaft/benachteiligung-im-sexgewerbe-der-finanzmarkt-diskriminiert-sexarbeiterinnen


Syphilis-Infektionen: «Es braucht flächendeckende Gesundheitsangebote für Sexarbeitende»
Die Diagnose Syphilis erhielten 2022 nebst queeren Männern vor allem Sexarbeiterinnen. Ihr Zugang zu Gesundheitsangeboten ist erschwert – trotz erhöhtem Ansteckungsrisiko. Warum das so ist und was es braucht, damit sie besser geschützt sind.
https://www.32today.ch/schweiz/es-braucht-flaechendeckende-gesundheitsangebote-fuer-sexarbeitende-155482502?autoplay=true&mainAssetId=Asset:138980538


++++DEMO/AKTION/REPRESSION
Bern: Keine Bewilligung für Demo am Heiligabend
Die pro-palästinensische Organisation «Bern for Palestine» wollte am Heiligabend eine Kundgebung durchführen. Doch die Stadt verweigert die Bewilligung.
https://www.nau.ch/news/schweiz/bern-keine-bewilligung-fur-demo-am-heiligabend-66674858
-> https://www.telebaern.tv/telebaern-news/keine-friedensdemo-am-heiligabend-155817363


+++SPORT
VBL transportiert keine Gästefans mehr zum FCL-Stadion
Die Verkehrsbetriebe Luzern VBL transportiert die Fans der Auswärtsmannschaft nicht mehr mit Extrabussen zum Stadion des FC Luzern. Das städtische Transportunternehmen begründet die Kündigung mit Sachbeschädigungen und Drohungen gegen das Personal.
https://www.srf.ch/audio/regionaljournal-zentralschweiz/vbl-transportiert-keine-gaestefans-mehr-zum-fcl-stadion?id=12509994
-> Schweiz aktuell: https://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktuell/video/vbl-streicht-extrabusse-fuer-gaestefans-in-luzern?urn=urn:srf:video:0cc4fe54-107b-47ad-8714-8cbdebaacf34


+++AUSLÄNDER*INNEN-RECHT
Entscheid des Bundesgerichts: Frau wird nach 40 Jahren aus der Schweiz ausgeschafft
Eine aus der Türkei stammende Frau, die seit 1983 in der Schweiz lebte, wird mangels Integration des Landes verwiesen. Dies hat das Bundesgericht entschieden.
https://www.20min.ch/story/bundesgericht-frau-wird-nach-40-jahren-ausgeschafft-817619323554


+++RASSISMUS
«In der jüdischen Gemeinschaft versucht man, aus Krisen gestärkt hervorzugehen»
Wer bestimmt, was antisemitisch ist? Und gibt es überhaupt einen Unterschied zwischen Rassismus und Antisemitismus? Dr. Zsolt Balkanyi-Guery von der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus im Gespräch mit Simon Jacoby über die Funktion von Baseballkappen an Regentagen.
https://tsri.ch/a/clqcci67x13771742s8tj671qbha/schweizerischer-antisemitismus-ist-hoeflich-aber-trotzdem-verletzend


++++VERSCHWÖRUNGSIDEOLOGIEN
Was wäre wenn alle Verschwörungstheorien wahr wären
Vier Jahre lang hat der Zürcher Künstler Andreas Heusser an seinem Brettspiel «Comploty» getüftelt. Nun ist es spielbereit und soll auf den Markt kommen. In dem Spiel sind alle grossen Verschwörungstheorien wahr und das Ziel des Spiels ist die Übernahme der Weltherrschaft.
https://www.toponline.ch/tele-top/detail/news/was-waere-wenn-alle-verschwoerungstheorien-wahr-waeren-00228141/


+++HISTORY
Spionageparadies Schweiz – Verdeckte Operationen im Ersten Weltkrieg
Die Schweiz war während des Ersten Weltkriegs ein Paradies für Spione. Praktisch jede Woche verhaftete die Polizei ausländische Spione. Im Unterschied zum Ausland, wo Spione sofort exekutiert wurden, erhielten sie in der Schweiz milde Strafen und wurden dann des Landes verwiesen.
https://www.srf.ch/play/tv/dok/video/spionageparadies-schweiz—verdeckte-operationen-im-ersten-weltkrieg?urn=urn:srf:video:962f000e-84f6-43f7-985e-eb9ff9d4f218&aspectRatio=16_9