Medienspiegel 30.03.2018

+++SCHWEIZ
Serien, Filme, Trailer: Wirkungsvolle Mittel gegen Migration?
Die Schweiz finanziert Kampagnen, um Menschen aus Drittweltländern von Migration abzuhalten. Den effektiven Nutzen kennt niemand.
https://www.infosperber.ch/Artikel/Gesellschaft/Serien-Filme-Trailer-Wirkungsvolle-Mittel-gegen-Migration

+++MITTELMEER
Italien könnte bei Flüchtlingen harten Kurs gegen NGOs einschlagen
Experten erwarten, dass sich Italiens Flüchtlingspolitik mit der neuen Regierung gravierend ändern wird. Auch Massenlager könnten kommen
http://derstandard.at/2000077106498/Italien-koennte-bei-Fluechtlingen-bald-harten-Kurs-gegen-NGOs-einschlagen

Deportationen nach Afrika vorerst unterbrochen
Israel verschiebt den Beginn der Deportation afrikanischer Migranten bis nach dem Pessachfest. Der Oberste Gerichtshof entsprach damit einem Ersuchen der Regierung.
https://www.tachles.ch/artikel/news/deportationen-nach-afrika-vorerst-unterbrochen

+++FREIRÄUME
Stellungnahme der Trägerschaft Grosse Halle zur Besetzung
https://www.facebook.com/grosse.halle.7/posts/1879500139007809
Die Grosse Halle wurde in der Nacht auf Mittwoch vom Kollektiv „die Wohlstandsverwahrlosten“ besetzt.
Die neue Leitung der Grossen Halle ist mit dem Besetzer*innenkollektiv im Gespräch, um eine Lösung für die aktuelle Situation zu finden.
Die Grosse Halle ist im Moment in einer Umstrukturierungs- und Neuorientierungphase mit einem neuen Betriebsleiterteam, welches seine Arbeit Mitte Februar aufgenommen hat. Dies braucht seine Zeit. Die Grosse Halle hat in der Vergangenheit ein spannendes und abwechslungsreiches Programm aus unterschiedlichsten Sparten und für unterschiedlichste Publika geboten. Wegen der beschränkt zur Verfügung stehenden Ressourcen, konnte nicht so viel gemacht und nicht so stark darauf aufmerksam gemacht werden, wie das wünschbar gewesen wäre.
Für die Zukunft hat die neue Leitung vieles vor.
Wie bis anhin soll die Grosse Halle vor allem Freiräume bieten, Neues zulassen und so Kultur in verschiedenster Weise ermöglichen. Sie soll ein Kulturhaus sein mit sozialem Anspruch und einem kritischen Umgang mit Gesellschaft, Kultur und Kulturkonsum. Sie soll als gedeckte Allmend möglichst leer und so für die unterschiedlichsten Anliegen offen bleiben: Eine Theatergruppe möchte die leere Halle bespielen, eine andere will das Publikum auf einer Tribüne, Künstler*innen stellen ihre Bilder in der ganzen Halle aus und der Flohmarkt wiederum braucht den leeren Raum für seine Stände.
Wir teilen die Einschätzung nicht, dass eine Kommerzialisierung der Anlässe, wie sie von den Besetzer*innen kritisiert wird, stattgefunden hat und eine solche ist auch in Zukunft nicht geplant. Es hat in Vergangenheit 2-4 Grossanlässe pro Jahr gegeben, wie zum Beispiel das We love Techno Festival, welches immer wieder in Kritik stand. Die Trägerschaft Grosse Halle sieht diese Anlässe als eine der Varianten im breiten Angebotsspektrum für alle. Solche Anlässe sind zudem eine Möglichkeit, kleinere Anlässe, utopische Veranstaltungen und experimentelle Kunstprojekte durch Querfinanzierung überhaupt erst zu ermöglichen. Wie solche Anlässe in Zukunft stattfinden sollen, ist im Moment noch offen und steht zur Diskussion.
Die Meinung des Besetzer*innenkollektives, dass Kultur gratis sein soll, teilen wir nicht. Ebenso wie Getränke oder Kleidungsstücke haben auch kulturelle Veranstaltungen einen Wert, die eine Wertschätzung verdienen, welche in Form eines Eintrittspreises verwirklicht werden kann. Wie bisher finden wir es sinnvoll, sowohl Veranstaltungen mit als auch solche ohne Eintrittspreis durchzuführen. Auch glauben wir nicht, dass der Unterschied eines kommerziellen und eines unkommerziellen Anlasses alleine im Eintrittspreis liegt. Wichtig bleibt allerdings, dass auch Menschen mit wenig oder keinem Geld Veranstaltungen in der Grossen Halle besuchen können.
Wir sind bestrebt, Kultur für alle zu ermöglichen. Und dies nicht nur auf Seiten des Konsumenten und Konsumentinnen, sondern auch auf Seite der Produzenten und Produzentinnen. So bietet die Grosse Halle auch kleinen Gruppen, unbekannten Künstler*innen und Kollektiven, wie dem der Wohlstandsverwahrlosten, einen Platz in ihrem Programm und möchte ihnen bei der Verwirklichung ihrer Träume helfen.
Allerdings ist dies in der Form einer Besetzung, wie sie jetzt stattgefunden hat, nicht möglich. Wir glauben, dass die Kultur und die Lebensart, wie sie das Besetzerkollektiv vorschlägt nur eine Variation ist, welche andere Ansätze und Veranstaltungen ergänzen kann.

Liebe BesetzerIn
Ich bin einer eben dieser, die du der doppelten Moral bezichtigst. Ich mache Musik für Geld (manchmal) und organisiere Musik für Geld (sometimes) und schreibe über Musik für Geld (pafrois).
https://blog.derbund.ch/kulturstattbern/blog/2018/03/30/liebe-besetzerin/

Medienmitteilung der Wohlstandsverwahrlosten
Am Dienstag dem 27. März haben wir, „Die Wohlstandsverwahrlosten“, das Gebäude der Grossen Halle (wieder)besetzt.
Das Gebäude gehört, so wie der restliche Teil der Reitschule, der Stadt Bern. Anders als der restliche Teil der Reitschule wird der Raum nicht von der basisdemokratischen Organisation der Reitschülerinnen betrieben, sondern vom Trägerverein Grosse Halle. Dieser hat heute ausser seiner geografischen Nähe und einigen persönlichen Überschneidungen wenig bis gar nichts mit der Reitschule zu tun.
https://barrikade.info/Medienmitteilung-der-Wohlstandsverwahrlosten-973?lang=de

Squatter-Rundfunk:
28.03.2018: https://www.youtube.com/watch?v=Mn2K9-kybkA
29.03.2018: https://www.youtube.com/watch?v=iXk1M0kb2UE
30.03.2018: https://www.youtube.com/watch?v=Hvkj64ejUL4

Grosse Halle-Besetzer*innen im megafon-Interview
Die Grosse Halle der Reitschule wurde am Mittwoch, den 28. März vom Kollektiv “Die Wohlstandsverwahrlosten” besetzt. Lest hierzu das Extrablatt des megafon, der Zeitung der Reitschule.
https://barrikade.info/Grosse-Halle-Besetzer-innen-im-megafon-Interview-974
-> http://www.journal-b.ch/de/082013/alltag/3036/%C2%ABWir-wollen-nicht-fragen-sondern-machen%C2%BB.htm

+++DEMO/AKTION/REPRESSION
Flyern gegen das Bässlergut
In den letzten Monaten wurden über 6000 Exemplare des nachfolgenden Flyers in Basler Briefkästen verteilt. Ein weiterer Versuch, eine grundlegende Kritik am Gefängnis- und Ausschaffungswesen und dem Bau des Bässlergut II sichtbar zu machen und zu verbreiten.
https://barrikade.info/Flyern-gegen-das-Basslergut-972

ARTWALK GEGEN DIE TÜRKISCHEN ANGRIFFE AUF AFRIN
Heute zogen Künstler*innen und Aktivist*innen mit dem Bild «Red Olives» des syrischen Künstlers Aslan Mamo und einer Holzinstallation des schweizer Künstlers Werner Neuhaus durch Bern um auf die Situation der vertriebenen Bevölkerung in Afrin aufmerksam zu machen. Weit über 100’000 Menschen mussten aufgrund der türkischen Aggressionen Afrin verlassen. Sie leben im Moment unter schwierigsten Bedingungen, die internationalen Hilfsorganisationen (lobenswerte Ausnahme ist medico international) bleiben inaktiv.
Das Bild “Red Olives” musste vom Künstler in Afrin Stadt zurückgelassen werden, denn wie tausende Andere, musste auch Aslan Mamo seine Heimat plötzlich verlassen. Umso schöner ist es, dass wir sein Werk und seine Stimme aus Afrin auf Berns Strassen bringen!
Afrin ist nicht alleine!
Mehr Infos zu Aktion findest du unter: www.afrin.ch
https://www.facebook.com/perspektiven.bauen/posts/2097613596921174

+++MENSCHENRECHTE
Istanbul-Konvention in Kraft – Nulltoleranz bei Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Ab dem 1. April gilt auch in der Schweiz die Istanbul-Konvention des Europarats. Dieses Übereinkommen will Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt verhüten und bekämpfen. Insbesondere die Rechte, der Schutz und die Unterstützung von Opfern sollen damit gestärkt werden.
https://www.srf.ch/news/schweiz/istanbul-konvention-in-kraft-nulltoleranz-bei-gewalt-gegen-frauen-und-maedchen

+++POLICE BE
Reflextionen über die Präsenz der Polizei bei der Reitschule
” Wenn es keinen Deal mehr vor der Reitschule gäbe, würde die Polizei auch nicht mehr auf die ‘Schütz‘ kommen ”
Ein Satz, der bei Diskussionen über die Problematik der Polizeipräsenz bei der Reitschule immer wieder vorkommt. Eine solche Aussage zeigt aber das Fehlen der Kenntnisse über die Funktion der Polizei in unserem Staat auf.
https://barrikade.info/Die-Reitschule-und-die-Polizei-977

+++POLIZEI ZH
WEF-Einsatz kostet Zürich viel Geld
In seiner Antwort auf eine Anfrage gibt der Zürcher Regierungsrat nicht bekannt, wie viele Polizeiangehörige zur Unterstützung der Kantonspolizei Graubünden nach Davos entsandt wurden. Eine solche Zahl würde Rückschlüsse auf das polizeiliche Dispositiv zulassen.
https://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/zuerich/wef-einsatz-kostet-zuerich-viel-geld-132382014
-> Anfrage Kantonsrat ZH: https://www.kantonsrat.zh.ch/Geschaefte/Geschaefte.aspx?GeschaeftID=086c3970-44f6-4b79-916c-c2f28e8fcea0

+++POLIZEI DE
Polizei-Gewerkschaft will einheitliche Regeln für Bodycam-Einsatz
Seit einem Jahr gibt es eine Gesetzesgrundlage für den Einsatz von Bodycams bei der Bundespolizei. Dort und bei der Bahn ist man zufrieden mit dem Hilfsmitel. Eine Analyse zeigt die Grenzen.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Polizei-Gewerkschaft-will-einheitliche-Regeln-fuer-Bodycam-Einsatz-4009183.html

+++ANTIFA
(30.03.2018) Die von Résistance Helvétique veranstaltete Konferenz “L’Europe Nationaliste” soll morgen 15:00 Uhr im Hotel “STARLING” @StarlingGeneva Raum London in #Genf stattfinden. #KeinPlatzFürNazis
Das 4 Sterne Hotel @StarlingGeneva befindet sich unweit des Flughafens und bietet neben Übernachtungsmöglichkeiten auch Konferenzräume an #keinPlatzFürNazis
La conférence „L’Europe Nationaliste“organisée par Résistance Helvétique aura lieu demain dans la salle de conférence „London“ du l’hôtel quatre étoiles „Starling“ @StarlingGeneva à Genève.
(https://twitter.com/antifa_bern/status/979757874648879105)

+++ANTIRA
«Mit Tandem-Velo gemeinsam ans Ziel»: Velafrica und der Kampf gegen Rassismus
In Bern ging eine Aktionswoche gegen Rassismus über die Bühne. «Velafrica» war mit einem mobilen Veloservice in Bern unterwegs.
https://www.nau.ch/news/velafrica-und-der-kampf-gegen-rassismus-65315807