Medienspiegel: 5. Januar 2018

+++BERN
Martin van Egmond – 24. Juni 1946 – 01. Januar 2018
In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem langjährigen
Präsidenten, Sekretär und Aktivmitglied beim Solidaritätsnetz Bern.
Martin setzte sich mit viel Herzblut und Engagement für Menschen ohne
geregelten Aufenthalt ein und hat aus dem Solidaritätsnetz Bern das
gemacht, was es heute ist. Für seinen grenzenlosen Einsatz, seine
treibenden Ideen und seine singende Stimme sind wir ihm dankbar.
Martin – du wirst uns fehlen.
Das Team des Solidaritätnetz Bern
Mato, Eva, Josi, Balz, Sonja, Salvi, Lou und Rahel
https://www.facebook.com/solinetzbern/photos/a.127602927310215.20656.121778937892614/1710434259027066/?type=3&theater

+++AARGAU
Baugesuch für Asylunterkunft auf Gheid-Areal liegt vor: «Erfüllen
unsere Pflicht, das ist uns wichtig»
40 Asylsuchende sollen auf dem Gheid-Areal untergebracht werden.
Ursprünglich hatte der Kanton eine Unterkunft mit bis zu 70 Plätzen
vorgesehen.
https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/baden/baugesuch-fuer-asylunterkunft-auf-gheid-areal-liegt-vor-erfuellen-unsere-pflicht-das-ist-uns-wichtig-132057312

+++DEUTSCHLAND
Die Körper der Fremden
Leo Fischer über die Vermessung jugendlicher Flüchtlinge und das
Bedürfnis, soziale Probleme technisch lösen zu wollen
Es wird jetzt sehr ernst in der Flüchtlingsdebatte: Um Straftaten, ja
der Kriminalität insgesamt vorzubeugen, werden allermodernste
wissenschaftliche Erkenntnisse angesetzt, um die fremden Körper zu
durchleuchten. Das folgt dem Bedürfnis, soziale Probleme durch Technik
zu lösen.
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1075320.altersfeststellung-bei-minderjaehrigen-fluechtlingen-die-koerper-der-fremden.html

Afghanistan: Das neue Jahr beginnt, wie das alte endete
Mit Anschlägen, die viele Menschenleben fordern – und mit
Abschiebungen aus Deutschland. Wieder war die Hauptstadt Kabul
betroffen, davon unbeirrt landen genau dort weiterhin die
Abschiebeflieger. Der nächste ist für den 23.1. geplant.
https://www.proasyl.de/news/afghanistan-das-neue-jahr-beginnt-wie-das-alte-endete/

+++ÖSTERREICH
Häupl zu Ausgangssperre für Flüchtlinge: “Das ist lächerlich”
Auch Vizekanzler Heinz-Christian Strache rudert zurück. Es sei derzeit
“kein Thema”
Wien – Rund 20.000 Flüchtlinge seien derzeit in Wien in der
Grundversorgung. 68 Prozent davon lebten in privaten Quartieren,
erklärte Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) am Freitag im
Ö1-“Mittagsjournal”. Diese Personen in Großquartieren unterzubringen
sei “überhaupt nicht notwendig”, sagte der Stadt-Chef zu dem Vorschlag
von Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ), Asylwerber in
unterbelegten Kasernen einzuquartieren. “Wir haben so wenige
Flüchtlinge wie zu Beginn der Jahrtausendwende”, so Häupl. Die neue
Bundesregierung solle sich lieber darum kümmern, dass die
Asylverfahren schneller durchgeführt würden.
http://derstandard.at/2000071536052/Haeupl-zu-Ausgangssperre-fuer-Fluechtlinge-Das-ist-laecherlich

Kunasek gegen Vorschlag Straches, Asylwerber in Kasernen zu stecken
FPÖ-Chef denkt auch an eine Art Ausgangssperre am Abend. Die Wiener
Stadtregierung reagiert empört auf die Vorschläge
http://derstandard.at/2000071489594/Strache-will-Asylwerber-in-Wien-in-Kasernen-unterbringen

Österreich :Vizekanzler bringt Ausgangssperre für Flüchtlinge ins Spiel
Österreichs neue Regierung hat die Asylpolitik zu einem Schwerpunkt
ihrer Arbeit erklärt: Der rechte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat
dabei offenbar eine besonders abschreckende Idee entwickelt.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/oesterreich-regierung-bringt-ausgangssperre-fuer-fluechtlinge-ins-spiel-a-1186327.html
->
https://www.derbund.ch/ausland/strache-erwaegt-ausgangssperre-fuer-asylbewerber/story/26063924
-> http://www.tagesschau.de/ausland/strache-asylbewerber-101.html

+++BELGIEN
Belgium teamed up with Sudan on deportations. Then, allegedly, there
was torture.
BRUSSELS — In an era of closing borders, European leaders are
increasingly willing to go to extreme lengths to deport people. But a
Belgian effort to partner with the Sudanese government has backfired
after two men alleged they were tortured after being sent home, and
the top Belgian migration official involved is now facing pressure to
resign.
https://www.washingtonpost.com/world/europe/belgium-teamed-up-with-sudan-on-deportations-then-allegedly-there-was-torture/2018/01/04/7675bb18-effd-11e7-95e3-eff284e71c8d_story.html?utm_term=.d2a0493023f5

+++SPANIEN
Spanien stoppt Flüchtende in Dakar: Die Señores in Senegal
Spanien hat vor Jahren die Atlantikroute geschlossen, seine
Küstenwache kontrolliert in Dakar Flüchtende aus Westafrika. Noch.
https://www.taz.de/Spanien-stoppt-Fluechtende-in-Dakar/!5473388/

+++GRIECHENLAND
Flüchtlinge auf Lesbos – Die Vergessenen von Moria
Trotz der Kälte hausen sie in Zelten, die hygienischen Bedingungen
sind katastrophal und die Versorgung ist miserabel: Im Lager Moria auf
der Insel Lesbos leben rund 5600 Flüchtlinge unter menschenunwürdigen
Bedingungen – und die griechischen Behörden schauen tatenlos zu.
http://www.deutschlandfunkkultur.de/fluechtlinge-auf-lesbos-die-vergessenen-von-moria.979.de.html?dram:article_id=407456

+++ITALIEN
Heimkehr von IS-Kämpfern übers Mittelmeer
ROM ⋅ Italiens Regierung warnt vor der Rückkehr von IS-Kämpfern über
die Flüchtlingsrouten auf dem Mittelmeer nach Europa. Nach ihrer
Niederlage in Syrien und im Irak nutzten die Kämpfer der Terrormiliz
jeden offenen Weg zur Rückkehr.
http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/international/heimkehr-von-is-kaempfern-uebers-mittelmeer;art46446,1175971

+++MITTELMEER
Mittelmeer-Route: Mehr als 3.000 Bootsflüchtlinge starben 2017 im Mittelmeer
Die Flucht nach Europa bleibt lebensgefährlich, auch im vergangenen
Jahr starben Tausende Flüchtlinge auf der Mittelmeerroute. Die meisten
Migranten kamen in Spanien an.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-01/mittelmeer-route-fluechtlinge-tote-2017

+++EUROPA
Migratory flows in 2017 – Pressure eased on Italy and Greece; Spain
saw record numbers
In 2017, the number of detections of illegal border-crossings into the
European Union dropped for the second year in a row due to lower
number of migrants reaching Italy and Greece. According to preliminary
data, there were some 204 300 illegal border-crossings in 2017, 60
percent fewer than the previous year. Meanwhile, Spain saw the number
of irregular migrants detected at its Western Mediterranean borders
more than double to the highest level since Frontex began
systematically collecting data in 2009.
http://frontex.europa.eu/pressroom/news/migratory-flows-in-2017-pressure-eased-on-italy-and-greece-spain-saw-record-numbers-aZQrlj

+++TÜRKEI
Wie verändert sich die Migrationspolitik der Türkei?
In der Türkei leben im weltweiten Vergleich die meisten Flüchtlinge.
Seit dem EU-Türkei-Abkommen spielt das Land auch in der
Migrationspolitik der Europäischen Union eine wichtige Rolle.
Gleichzeitig ändert sich die politische Situation in der Türkei
rapide. Die aktuelle Ausgabe der englischsprachigen Zeitschrift
„Movements“ widmet sich der Migrationspolitik der Türkei und ihren
regionalen und globalen Auswirkungen. Darin untersuchen die
Soziologinnen Elif Sarı und Cemile Dinçer den Umgang der türkischen
Behörden mit Asylsuchenden. Außerdem analysieren die
Migrationsforscherinnen Gerda Heck und Sabine Hess die Folgen des
EU-Türkei-Abkommens für die türkische Asyl- und Grenzpolitik.
http://ffm-online.org/2018/01/05/wie-veraendert-sich-die-migrationspolitik-der-tuerkei/
-> Movements:
http://ffm-online.org/wp-content/uploads/2018/01/movements.3-2.turkey-migration-regime-full.pdf

+++PAKISTAN
Pakistan will hunderttausende Flüchtinge ausschaffen – Rendez-vous
Seit Jahren beherbergt Pakistan viele Afghanen, die vor dem Krieg in
ihrer Heimat geflohen sind. Nun droht Pakistan, diese Menschen aus dem
Land zu werfen. Beobachter halten dies für eine Trotzreaktion auf den
steigenden Druck aus den USA.
Gespräch über die Situation mit SRF-Südasienkorrespondent Thomas Gutersohn.
https://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=84e1b136-f788-41a6-8336-199679e0fac3
->
http://www.faz.net/aktuell/pakistan-stellt-hunderttausenden-afghanen-ein-ultimatum-15374792.html
->
http://www.spiegel.de/politik/ausland/pakistan-plant-offenbar-ausweisung-hunderttausender-afghanen-a-1186374.html
->
https://www.srf.ch/news/international/usa-streichen-finanzhilfen-pakistan-nutzt-die-fluechtlinge-als-pfand

+++FREIRÄUME
Wir, das Besetzerkollektiv „Pizzeria Anarkia“, haben in Nacht auf den
4.1.18 das Haus an der Könizstrasse 276 besetzt und machen es nun zu
unserer Aufgabe dieses zu beleben.

Wir möchten an dieser Stelle genauer auf die Umstände eingehen, die
uns dazu bewogen haben, dieses Haus zu besetzen.
Wir weisen darauf hin, dass die Briefkastenfirma „CapRise living AG“
mit Sitz in Zug das Haus gekauft hat. Die Absicht dieser Firma besteht
darin, Gebäude zu kaufen, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten und
gewinnbringend wieder abzustossen. Immobilienspekulation par excellence.
Währenddessen steht der Raum leer und ist für das Quartier unzugänglich.
Diese Vorgehensweise akzeptieren wir nicht.
Wir haben diesen Raum geöffnet, um einen Begegnungsort zu schaffen.
Der Austausch von Informationen soll darin ebenso Platz haben, wie
Möglichkeiten zur kreativen Entfaltung.

Wir kreieren eine vielfältige Kulturstätte, eine Kreativwerkstatt, ein
Ideenlabor, Ateliers und einen Treffpunkt – alles in einem und wo
sonst nichts wäre ausser ein leeres Haus.
Des weiteren bauen wir Wohnraum für junge Menschen – ein knappes und
gleichwohl bitter notwendiges Gut.

Wir stehen dafür ein, dass sich mit unserem Wohnraum kein Geld
verdienen lassen soll. Insbesondere eine Firmen ohne jeglichen Bezug
zum Quartier und den darin lebenden Menschen sollte sich nicht damit
bereichern dürfen.
Eine Logik, die Geld und Profit höher gewichtet, als menschliches
Zusammenleben ist uns fremd.
Wir werdem diesem Haus wieder Leben einhauchen und einen Ort
erschaffen, welcher dieser Logik widerspricht.

Kommt Vorbei!
No Pizza No Peace Fight the Police

Es grüsst die Pizzeria Anarkia!
(https://www.facebook.com/raumraub/posts/1981560845394519)

Aus der Traum an der Güterstrasse 7 in Luzern
Strafanzeige gegen Besetzer ist eingegangen
Seit dem 3. Januar 2018 ist an der Güterstrasse 7 eine Wohnung
besetzt. Die Gruppe «Rosa Lavache» verkündete, man wolle mit der
Hauseigentümerin SBB eine Lösung finden. Diese hat nun jedoch
Strafanzeige erstattet. Zum zweiten Mal.
https://www.zentralplus.ch/de/news/aktuell/5557320/Strafanzeige-gegen-Besetzer-ist-eingegangen.htm
->
http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/zentralschweiz/luzern/sbb-zeigen-hausbesetzer-an;art9647,1176525
-> https://rosahausluzern.wordpress.com/
-> https://www.facebook.com/gundula101/
-> https://www.null41.ch/blog/besetzen-vor-besitzen

+++GASSE
Biografie eines Obdachlosen: An den Rand gedrängt, ins Zentrum gelangt
Der ehemalige Obdachlose Richard Brox gewährt Einblick in das Leben
eines Randständigen. Es ist eine Geschichte vom Dasein am Rand, die
direkt ins Zentrum der Gesellschaft weist.
https://www.srf.ch/kultur/literatur/biografie-eines-obdachlosen-an-den-rand-gedraengt-ins-zentrum-gelangt

Herumhängende Gruppen am Bahnhof Weinfelden beschäftigen Politik
Verschiedene Gruppen, die sich am Bahnhof Weinfelden aufhalten,
beschäftigen den Gemeinderat. Es wird das Gespräch mit den teils als
störend empfundenen Gruppen gesucht.
http://www.toponline.ch/news/thurgau/detail/news/herumhaengende-gruppen-am-bahnhof-weinfelden-beschaeftigen-politik-0079887/

+++DEMO/AKTION/REPRESSION
Anti-WEF-Protest verliert an Anziehungskraft
Auch dieses Jahr wird in Bern gegen das Weltwirtschaftsforum
demonstriert. Das Interesse daran hat nachgelassen.
https://www.derbund.ch/bern/stadt/antiwefprotest-verliert-an-anziehungskraft/story/21229492

+++SPORTREPRESSION
Positionspapiere der aktiven Fanszenen Deutschlands: Zeit für Veränderungen
Die deutsche Fankultur steht aufgrund der Entwicklungen in den letzten
Jahren am Scheideweg, wie ein Statement der aktiven Fanszenen
verdeutlicht.
http://effzeh.com/fankultur-fanszenen-deutschland-proteste-dfl-dfb/
-> http://effzeh.com/longread-ultras-2018-kurven-als-repressionslabore/

+++BIG BROTHER
IMSI-Catcher für Indonesien: Überwachungstechnik aus der Schweiz für
heikle Länder
Schweizer Firmen verkaufen Überwachungstechnologie an umstrittene
Staaten. Der Bund verhindert nur jede zehnte Ausfuhr.
https://www.srf.ch/news/schweiz/imsi-catcher-fuer-indonesien-ueberwachungstechnik-aus-der-schweiz-fuer-heikle-laender
->
https://www.derbund.ch/schweiz/standard/spionagetechnik-in-heikle-laender-exportiert/story/14197568