Medienspiegel: 27. Januar 2017

+++BERN Die Behörden wussten im Fall Sonko Bescheid Der Fall um Gambias Ex-Innenminister Ousman Sonko wirft Fragen auf. Klar ist: Das Staatssekretariat für Migration wusste genau, wen es vor sich hatte. Unternommen hat das Amt dennoch nichts. http://www.derbund.ch/bern/kanton/die-behoerden-wussten-im-fall-sonko-bescheid/story/17487486 -> http://www.derbund.ch/bern/kanton/man-haette-sonko-sofort-verhaften-muessen/story/29467393 -> https://www.nzz.ch/schweiz/staatsanwaltschaft-berner-jura-seeland-untersuchungshaft-fuer-gambias-ex-minister-beantragt-ld.142234 -> http://www.blick.ch/news/schweiz/er-lebte-unbehelligt-in-berner-asylzentrum-behoerden-wussten-seit-monaten-von-folter-minister-id6128040.html -> http://www.telebaern.tv/118-show-news/14408-episode-freitag-27-januar-2017#gambischer-ex-minister-in-gewahrsam -> http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Gambischer-Ex-Minister-soll-in-U-Haft-20951401 -> http://www.srf.ch/news/schweiz/darum-beantragte-der-gambische-ex-minister-asyl-in-der-schweiz -> http://www.derbund.ch/bern/kanton/schwarzpeterspiel-im-fall-sonko/story/21693450 — Bieler Tagblatt 27.01.2017 Er kam an wie ein Feriengast Lyss-Kappelen –  Der ehemalige Innenminister von Gambia, Ousman Sonko, wohnte in der Asyl-Kollektivunterkunft im Einzelzimmer. Manchmal übernachtete er auch auswärts – bis ihn Donnerstagmorgen die Polizei mitnahm. Von Tobias Graden, Deborah Balmer und Lino Schaeren Mitte November kam Ousman Sonko ins Seeland. Der Gambier ist nicht irgendwer: In seinem Heimatland war er zehn Jahre lang Innenminister, er galt als rechte Hand des autokratischen Präsidenten Yahya Jammeh. In Sonkos Amtszeit sollen Entführungen und Verhaftungen von Regierungskritikern massiv zugenommen haben, es ist die Rede von Folterungen, Mordbefehlen, Entführungen und willkürlichen Todesstrafen. Die Organisation Trial International hat gegen den Gambier nun Anzeige eingereicht, das Dossier ist lang. Doch in der Kollektivunterkunft Lyss-Kappelen lebte Sonko wie ein normaler Flüchtling – zumindest fast. Von Kreuzlingen nach Lyss Asyl-Unterkünfte erstatten sogenannte Freiplatzmeldungen, zweimal pro Woche. Sie melden, wie viele freie Plätze sie haben, und welche Asylbewerber dafür in Frage kommen – die Unterkunftsleiter haben sozusagen auf die richtige Durchmischung zu achten, damit das Konfliktpotenzial möglichst niedrig bleibt. So war es auch im Fall von Ousman Sonko Wenn bereits andere Gambier in Lyss-Kappelen gewesen wären, hätte der Kanton Bern Sonko kaum dem Seeland zugewiesen. Dem Staatssekretariat für Migration (SEM) und der Überweisungsabteilung des Kantons Bern war bewusst, mit wem man es hier zu tun hatte. Sonko hatte im Erstaufnahmezentrum in Kreuzlingen Asyl beantragt. Das detaillierte Dossier des Gambiers liegt noch immer beim SEM. Im Einzelzimmer einquartiert Aus Sicherheitsgründen wurde der Mann in Lyss-Kappelen in ein Einzelzimmer einquartiert. Dort, wo sonst Asylsuchende mit psychischen Problemen leben. Mit Sicherheit auch ein Grund, weshalb ihn die Bewohner in Ruhe liessen. Sonko hat sich stets ruhig verhalten, war … Medienspiegel: 27. Januar 2017 weiterlesen